Karausche
Die Karausche hat einen gedrungenen und hochrückigen Körper und ein kleines endständiges Maul. Auf dem Rücken ist sie dunkel-olivgrün eingefärbt, an den Seiten gelblich-grau und auf der Bauchseite meßinggelb, die Bauchfloßen rötlich bis rot. Die mittleren Größen liegen bei 20 bis 35cm, wobei eine Länge von 50cm und ein Gewicht von mehr als 3kg möglich sind. In der Regel wird die Karausche 15 Jahre alt.
Zu finden ist die Karausche in Mitteleuropa bis zur Lena in Ostsibirien. In Nordskandinavien, Nordengland, Irland, Nordspanien, Italien und im Alpengebiet fehlt die Karausche ganz. Bevorzugt lebt sie in kleinen, pflanzenreichen und stehenden Gewäßern. Sie gilt als sehr anpaßungsfähiger Fisch und kann daher auch in Flüßen mit geringer Strömungsgeschwindigkeit und im Brackwaßer vorkommen. Zudem können Karauschen völlig ohne Sauerstoff überwintern und lange ohne Nahrung auskommen. Hierbei graben sie sich in den Bodenschlamm ein.
Als Nahrung dienen ihr kleine wirbellose Tiere wie Würmer, Waßerflöhe, Muscheln, Schnecken und Insektenlarven sowie Plankton und Pflanzen. Die Laichzeit ist im Mai und im Juni. Bei einer Waßertemperatur von 14 Grad legen die Weibchen 150.000 bis 300.000 klebrige Eier portionsweise an Waßerpflanzen ab.